…adil laraki, erstunterzeichner schreibt: es gilt also sich auf allen ebenen gegen kulturabbau einzusetzen!


Adil Laraki,
Vorsitzender des Landesverbandes der GDBA (Genossenschaft deutscher Bühnen)

Als überzeugter Pazifist bin ich für die Möglichkeit meine Ansichten durch ein Bürgerbegehren durchzusetzen sehr dankbar. Vor hundert Jahren mussten viele Menschen für ihre Überzeugungen sterben, weil es an solchen friedlichen Möglichkeiten fehlte.

Als leidenschaftlicher Theatermitarbeiter und Gewerkschaftsvertreter für Kulturschaffende kann ich den vorgesehenen Kulturabbau in unserer Stadt nicht hinnehmen. Genau wie im Sport, braucht die „Spitze“ die „Breite“ und umgekehrt. Menschen lassen sich durch einen „Spitzenkünstler“ motivieren eine Kunstgattung auszuüben und erlangen dadurch Kompetenzen, die ihnen und der Gesellschaft zu Gute kommen. Die „Spitzenkünstler“ kommen aus der „Breite“, die sich in verschiedenen Einrichtungen verwirklichen konnten. Deshalb ist eine gegenseitige Solidarität zwischen„Spitze“ und „Breite“ nur natürlich.

Dass sich viele Kommunen in dieser Finanzkrise befinden, liegt vor allem an der falschen Verteilung des Geldes.

Dass unsere Stadt Essen den Solidaritätszuschlag für den Osten aus Krediten finanzieren muss, ist absurd. Natürlich brauchen viele Kommunen im Osten Unterstützung, aber Essen, Hagen, Gelsenkirchen, Oberhausen und viele andere im Ruhrgebiet auch. Nicht nach Himmelsrichtung soll unterstützt werden, sondern nach Bedarf.

Das Gesamtsteueraufkommen verzeichnete in den letzten 3 Jahren eine Steigerung von 90 Milliarden €. Im gleichen Zeitraum wird Kultur in einem noch nie da gewesenen Ausmaß abgebaut. Und dies in einer Zeit, in der die Orientierung notwendiger geworden ist als je zuvor. Jeder nicht ausgegebene Euro für die Kultur kostet unsere Gesellschaft später das Mehrfache.

Vom Land wurde ein Stärkungspakt für Not leidende Kommunen entschieden. Der soll diesen Städten helfen, ihre Finanzprobleme zu bewältigen. Allerdings wurden hohe Auflagen gemacht, die die Städte zwingen massive Einsparungen umzusetzen. Dies wirkt sich insbesondere bei den so genannten freiwilligen Aufgaben aus und dazu gehören die Kulturausgaben. Also trägt das Land indirekt zur Zerstörung der Kulturlandschaft in NRW bei.

Es gilt also sich auf allen Ebenen gegen Kulturabbau einzusetzen!

 

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