…kulturgutEssen entert Kulturlinie 107

Es ist Freitagnachmittag am Essener Rathaus. Auf der U-Bahn-Ebene steht plötzlich eine Gruppe. Etwa 10 Menschen in weißen T-Shirts. Darauf das Logo: „kulturgutEssen – ein Bürgerbegehren“. Mit Klemmbrettern in der Hand wenden sie sich an die Wartenden: „Sind Sie aus Essen?“ „Möchten Sie vielleicht für die Essener Kulturlandschaft unterschreiben?“ „Eine Unterschrift gegen Kulturkürzungen?“.

Das Echo der Wartenden ist überwiegend positiv. Die meisten freuen sich, dass sich jemand für die kulturellen Einrichtungen einsetzt und unterschreiben sofort. „Ich würde gern, wohne aber nicht in Essen,“ ist noch der häufigste Ablehnungsgrund. Besonders freuen sich die Aktiven, wenn Angesprochene spontan ihre Unterstützung zusagen, über die Unterschrift hinaus.

„Sich gemeinsam zu engagieren macht auch einfach Spaß. Wir wollen die Zukunft der Stadt aktiv mit gestalten. Es ist unsere Stadt!“ sagt Anabel Jujol, eine der Vertretungsberechtigten.

Kurz darauf fährt eine Straßenbahn ein. Es ist die 107. Die ‚Kulturlinie‘. „Das ist unsere!“ ruft Jujol. Und so entert gut die Hälfte der Aktiven die Straßenbahn nach Norden, Richtung Zollverein. Die Anderen warten noch am gegenüberliegenden Bahnsteig auf die Bahn nach Süden, Richtung Philharmonie. Das Sammeln geht weiter.

Einige bereits feststehende Sammeltermine der näheren Zukunft: Freitagabend ab 18h wird bei der AWO in Altendorf gesammelt, am Samstag ab 10h auf dem Gervinusplatz in Frohnhausen, am Sonntag ab 16:30 vor der Weststadthalle. Besonders zur „Langen Nacht der Bibliotheken“ wird sich die Initiative etwas einfallen lassen. Entscheidend für den Erfolg des Bürgerbegehrens sind aber die vielen Freiwilligen, die überall in Essen unabhängig voneinander in ihrem Umfeld sammeln.

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