Pressemitteilung: 75 Unterschriften haben gefehlt

75 Unterschriften haben nach offizieller Prüfung gefehlt!
Pressemitteilung nach Bekanntgabe des Ergebnisses der Zählung durch das Wahlamt Essen

Nach einer alten Fußballer-Weisheit ist „Knapp daneben doch vorbei“. Nur 75 Unterschriften haben gefehlt um das offizielle Quorum in Essen für das Bürgerbegehren kulturgutEssen zu erreichen. Die Enttäuschung lässt sich nicht verhehlen. Die Aktiven haben sich für kulturgutEssen intensiv eingesetzt und noch bis zum letzten Tag der Frist circa 3000 Unterschriften mehr gesammelt als offiziell benötigt werden. Es sollte dann doch nicht sein. Dieses Mal noch nicht.

Wie bewerten sie das Erreichte? Wie wollen die Aktiven weitermachen? Das sind die Fragen, mit denen die Vertretungsberechtigten jetzt gelöchert werden.
„Wir haben das Dogma der alternativlosen Kürzungspolitik in Frage gestellt. Gleichzeitig wurde einer breiten Essener Öffentlichkeit vermittelt, welche erhebliche Rolle kulturelle Bildung in einer Stadt für das soziale Leben der Bürger hat. Jeder Essener soll die Möglichkeit haben, seine Talente und Interessen z.B. für Musik oder Sprachen vielfältig zu entwickeln, sich zu bilden, die Geschichte der Stadt anschaulich zu erfahren und in interkulturellen Projekten Integration aktiv zu erleben, dafür kämpfen wir weiter,“ antwortet Anabel Jujol, Vertretungsberechtigte der Initiative darauf.

„Die Dynamik von Zuspruch und Widerstand gegen falsche Prioritäten, gegen Streichungen ausgerechnet bei Kultur und Bildung, die unser Bürgerbegehren ausgelöst hat, zeigt, dass demokratische Werkzeuge wie Bürgerbeteiligung auf eine hohe Akzeptanz in der Bevölkerung unserer Stadt treffen.
Unsere Erfahrung beim Sammeln bestätigt viele Bürgerinnen und Bürger haben Vertrauen in neue Formen aktiver Beteiligung. Dies machen sie an den Inhalten von Bürgerbegehren fest und nicht an der Anzahl“, bekräftigt Sylvia Schochow von Attac Essen.
„Kultur und Bildung ausgerechnet auf Kosten der Vielzahl an Menschen – mit geringeren materiellen Mitteln – zu kürzen, stellt keine verantwortliche, also keine verantwortbare Politik für die Zukunft dieser Stadt dar.“

Die Initiative sieht sich bestärkt darin, weiterhin in Zukunft engagiert für kulturelle Bildung und lebendige Demokratie in Essen zu kämpfen. Das eine bedingt das andere auf dem Weg in die Zukunft – darin sind sich die Akteure einig. Denn: Nach dem Spiel ist vor dem Spiel.

KulturgutEssen dankt allen aktiven Unterstützern und allen Bürgerinnen und Bürgern, die mit unterschrieben haben, für ihr Engagement für eine zukunftsfähige Stadt mit einer vielfältigen Landschaft aus Kultur und Bildung.

 

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